BMBF: Innovationsräume Bioökonomie

Zuwendungszweck

Die Erfordernisse des Klima- und Umweltschutzes sowie die weiter wachsende Weltbevölkerung tragen dazu bei, dass die vornehmlich auf fossilen Ressourcen basierte Wirtschaftsweise an ihre natürlichen Grenzen stößt. Die Bioökonomie mit der wissensbasierten Erzeugung und nachhaltigen Nutzung nachwachsender Ressourcen wird vor diesem Hintergrund an Bedeutung gewinnen. Neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen aus der Bioökonomie sollen den Markt deshalb zukünftig stärker durchdringen und eine umfassendere industrielle und gesellschaftliche Bedeutung erlangen.

Gegenstand der Förderung

Das Ziel der Förderung ist es, Forschungsergebnisse umfassender als bisher zu nutzen und Innovationen anzustoßen, die Bausteine eines gesamtgesellschaftlichen Wandlungsprozesses im Sinne der Bioökonomie werden.

Ein großes Potenzial an neuen Ideen ist vorhanden. Oftmals finden jedoch nicht die passenden Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammen, um diese Ideen aufzugreifen und branchenübergreifend für Innovationen zu nutzen. Daher sollen – mit Unterstützung des BMBF – Initiatoren Innovationsräume der Bioökonomie neu definieren, gestalten und aufbauen.

Übergeordnetes Ziel der Förderung der Innovationsräume ist es, die Wirtschaft branchenübergreifend auf eine bio­basierte, nachhaltige Zukunft auszurichten. Einen thematischen Bezugsrahmen für künftige Vorhaben setzen die ­Handlungsfelder der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" (BMBF 2010). Das veröffentlichte Konzept "Bioökonomie als gesellschaftlicher Wandel" (BMBF 2014) und der "Wegweiser Bioökonomie" (BMBF 2014) stellen Leitplanken für die inhaltliche Ausrichtung der Innovationsräume dar. Darüber hinaus werden keine zu bearbeitenden Themenfelder vorgegeben.

Zuwendungsempfänger

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außerhochschulische Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in der Europäischen Union.

Phasen

Im Rahmen des hier gestarteten Wettbewerbs werden die besten Ideen für die Ausgestaltung erfolgsversprechender Innovationsräume Bioökonomie ausgewählt. Die Ideen müssen zunächst nur kurz skizziert werden (Skizzenphase). Erst in der nächsten Phase erfolgt eine detaillierte Ausarbeitung der Konzeptideen (Konzeptionsphase, gegebenenfalls mit finanzieller Unterstützung in einer ersten Förderphase). In der zweiten Phase der Förderung (Umsetzungsphase) werden von den Partnern des Innovationsraums über bis zu fünf Jahre Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben (FuEuI- Vorhaben) durchgeführt. Der Umfang der möglichen Förderung ist von der Höhe der eingebrachten privaten Mittel abhängig.

 

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